Laudatio durch Solvig Frey zur Ausstellung ‘Intrauterine’ bei Galerie Kunstkeller aktfotoARTdresden, 2015
„Intrauterine“ – Fühlen wie im Mutterleib
Sichtweisen verändern sich. Sie unterliegen dem Wandel der Zeit und dem des gelebten Lebens:
Die Art und Weise der Sicht.
Das Leben aus anderer Perspektive betrachten.
Das Leben aus der Perspektive Anderer betrachtet, ist nicht die Sicht dessen, der darauf blickt.
Zurück blicken, Vergangenes zurückholen.
Mit Worten.
Ausgesprochen, sind sie flüchtig. Flüchtig wie der Moment.
Momentaufnahmen:
Glückliche Momente.
Momente ohne Glück, die genauso schnell vergehen.
Unbesorgt zu sein, wünscht man sich in diesen Momenten.
Doch ist gewiss, dass es kein Zurück gibt in die Unwissenheit, in die Unbesorgtheit, in das Unbekümmertsein. In das Fluidum des Vergangenen:
Eine Reise in die eigene Vergangenheit. Zurück zum Zeitpunkt der Geburt und noch weiter zurück bis zum Zeitpunkt des Entstehens. Dorthin, wo wir noch unwissend dessen harrten, was kommt.
Auf uns zu. Mit uns. Und darüber hinaus: in uns.
Dann wieder vorspulen, bis sich jemand um uns kümmert.
Zeitraffer bis: wir uns kümmern müssen. Um die, die sich noch nicht und die, die sich nicht mehr kümmern können.
Um das, was dann bleibt. Von denen, von uns.
Das zeigt uns Lilith, Fotokünstlerin aus den Niederlanden.
Kreislauf des Lebens, in den wir ungefragt fallen und den wir mit unserem Sein erfüllen. Im besten Falle: ausfüllen. Etwas zum Füllstand beitragen. Etwas, was bleibt. Dokumente des Seins.
Lilith, deren Künstlername auf […]





